Website-Relaunch · abgegrenzte Fachaufgabe
Website-Relaunch: Informationsarchitektur aus Nutzerwegen entwickeln
Hier geht es um die Ordnung des neuen Auftritts: Welche Seitentypen werden benötigt, wie hängen sie zusammen und über welche Wege erreichen unterschiedliche Nutzer ihre nächste sinnvolle Entscheidung?
Im Zentrum stehen Hierarchie, Navigation, Seitenrollen, Benennung und URL-Logik. Einzelne Texte werden erst danach ausgearbeitet; eine bloße Umbenennung alter Menüpunkte ist noch keine neue Informationsarchitektur.
Relaunch einordnenEigenständiger Arbeitsbereich dieser URL
Aufgaben gruppieren
Verwandte Nutzerfragen werden zu verständlichen Bereichen gebündelt. Die interne Organisation des Unternehmens ist dafür nur dann relevant, wenn sie auch den erwarteten Weg der Besucher erklärt.
Seitentypen definieren
Übersichten, Detailseiten, Ratgeber und Einstiegsseiten erhalten unterschiedliche Rollen. Diese Trennung verhindert, dass eine Seite gleichzeitig Orientierung, vollständige Erklärung und Abschluss leisten soll.
Wege durchspielen
Die Struktur wird mit konkreten Einstiegen geprüft: direkter Produktbedarf, Vergleich, Problemlösung oder bestehende Kundenbeziehung. Jeder Weg muss zu einer passenden nächsten Handlung führen.
Prüffolge für diesen Relaunch-Baustein
Nutzerfragen sammeln – Aus Suchanlässen, Vertriebsfragen und Servicefällen entsteht eine Liste realer Orientierungsbedürfnisse. Sie bildet die Grundlage für Bereiche und Seitenrollen.
Begriffe verständlich benennen – Navigationspunkte verwenden Wörter, die den erwarteten Inhalt beschreiben. Interne Abkürzungen oder historisch gewachsene Kategorien werden nicht ungeprüft übernommen.
Hierarchie begrenzen – Eine Ebene wird nur angelegt, wenn sie mehrere Inhalte sinnvoll ordnet. Unnötige Zwischenseiten verlängern den Weg; zu flache Sammlungen erschweren dagegen Vergleich und Orientierung.
Querverbindungen planen – Nutzer bewegen sich nicht ausschließlich über das Hauptmenü. Deshalb werden passende Verbindungen zwischen Leistungen, Beispielen, Wissen und Kontaktwegen als Teil der Architektur festgelegt.
Struktur vor Layout testen – Seitennamen und Wege lassen sich bereits als Sitemap oder einfache Klickfolge prüfen. Erst wenn die Logik verständlich ist, wird sie in Navigation und Seitengestaltung übertragen.
Fragen aus der Projektvorbereitung
Was ist das konkrete Ergebnis einer Informationsarchitektur?
Das Ergebnis ist eine begründete Sitemap mit klar benannten Bereichen, definierten Seitentypen, nachvollziehbaren Hierarchien und vorgesehenen Verbindungen zwischen zusammengehörigen Inhalten.
Ist die Informationsarchitektur dasselbe wie das Hauptmenü?
Nein. Das Menü ist nur ein sichtbarer Zugang. Zur Architektur gehören auch Seitenrollen, URL-Struktur, inhaltliche Beziehungen und Wege, die über interne Links oder thematische Einstiege entstehen.
Wann sollte die neue Struktur geprüft werden?
Sie sollte vor detailliertem Design und vor vollständiger Texterstellung getestet werden. Dann können unklare Begriffe oder fehlende Seitenrollen korrigiert werden, ohne bereits fertige Umsetzung zurückzubauen.
Wie werden verschiedene Zielgruppen berücksichtigt?
Nicht jede Zielgruppe braucht einen eigenen Hauptbereich. Entscheidend ist, ob sich Aufgaben, Informationsbedarf oder nächster Schritt unterscheiden. Nur dann ist ein separater Weg innerhalb der Architektur begründet.
Was geschieht mit der alten Sitemap?
Sie dient als Bestandsquelle, aber nicht als automatische Vorlage. Jede bisherige Position wird gegen die künftigen Nutzerwege und Seitenrollen geprüft, bevor sie übernommen, verschoben oder aufgelöst wird.
Passende Grundlage für die Anfrage
Als Startmaterial reichen die bisherige Sitemap, bekannte Nutzergruppen und die wichtigsten Aufgaben, die Besucher auf der neuen Website erledigen sollen.